Marketing ist vieles, aber eines mit Sicherheit nicht: Etwas, was mal eben am Rande erledigt werden kann. In vielen Unternehmen wird ein Mailing an viele mögliche Neukunden im hektischen Alltag zwischen Lieferscheinen und Warenannahme beschlossen, eine Agentur mit dem Hinweis, man bräuchte noch schnell einen Pressetext oder einen neuen Bereich in der Homepage, beauftragt und werbliche Maßnahmen abgehandelt, weil alle es so machen. Wenn keine Zeit für maßvolles und kreatives Marketing vorhanden ist, ist es besser, zu warten, bis die Zeit dafür vorhanden ist.

Nicht allein mit Zeitknappheit lässt sich der größte Fehler erklären: Für seine eigenen Ziele, nämlich Neukunden und Mehrumsatz, zu werben. Das merkt der Kunde. Und es interessiert in einfach nicht. Punktum!

Gastronomie-Marketing – Die Sache mit den Fischen

Marketing ist harte Arbeit

Marketing ist harte Arbeit

Betonhart als ewige Formel wird permanent wiederholt, dass der Köder nicht dem Angler schmecken muss, sondern den Kunden. Dieser setzt sich nur dann mit dem Werbenden auseinander, wenn er einen Vorteil hat. Am Ende der Geiz ist geil Mentalität angekommen, sollte sich rumgesprochen haben, dass der Preis nicht das einzige ist, was ein Unternehmen seinen Kunden anbieten kann. Wenn es auch sehr überschaubar ist und sich einfach von selbst erklärt. Gezeigte und gelebte Kompetenz ist ein Merkmal, dass im Gegensatz zum Preis nicht kopierbar ist.

Der eine Gast will verführt werden, der andere möglichst schnellen Service. Beide sind gleich wichtig und möchten unterschiedlich angesprochen werden.

Die ebenso ewige Binsenwahrheit, der Gast stünde im Mittelpunkt, wird ebenso wenig dadurch besser, dass sie wiederholt wird, sondern nur dadurch, dass sie befolgt wird. Das erreicht ein Unternehmen nur, wenn es zuhört, nicht, wenn es pausenlos spricht. Eine Kommunikation geht immer in zwei Richtungen. Sonst verblasst sie.

Gastronomie-Marketing – Überzeugen statt Überreden

Viele Unternehmen senden platte Botschaften aus und hoffen auf eine Haftung dieser Botschaften durch stete Penetration. Wenn die Botschaft dann nicht ankommt, wird sie lauter wiederholt, mit grelleren Farben gemalt und dem Kunden in den Weg gestellt. Der Aufwand wird stetig höher, der Ertrag bleibt.

Gäste möchten überrascht werden. Von einzigartigen Ideen. Vom Wissen, ernst genommen zu werden als Stammkunden. Ein Parkplatz für den eiligen Businessgast, wirkt mehr als der Hochglanzprospekt. Ein besonderes Bier vorab nur für Stammgäste bindet ans Haus. Erlebnisse schaffen Gemeinsamkeiten. Eine Küchenparty? Kindergeburtstage oder die geschlossene Gesellschaft für die besten Gäste zum eigenen Firmenjubiläum: Gäste lieben es, etwas Besonderes zu sein, nicht nur eine Nummer im System.

Gastronomie-Marketing, Teil eins