Man sieht sie immer wieder und immer öfter: diese schwarz-weiß gemusterten Bilder in Anzeigen, Briefen, Prospekten und auf Plakaten. Was ist das, wie funktioniert das und kann man diese QR-Codes nicht auch für das eigene Unternehmen verwenden?

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Ein QR-Code ist ein zweidimensionaler Code aus schwarzen und weißen Punkten, die die kodierten Daten darstellen. Eine Markierung in drei der vier Ecken des Quadrats gibt die Orientierung vor. Die Daten im QR-Code sind durch einen fehlerkorrigierenden Code geschützt. Dadurch wird der Verlust von bis zu 30 % des Codes toleriert, d. h. er kann auch dann noch dekodiert werden.

Er wird mit dem Handy, besser Smartphone, gescannt – dafür gibt es QR-Code-Reader – und der im QR-Code enthaltene Befehl wird ausgeführt. Meistens heißt es „gehe zur Website XY“, also öffnet das Smartphone die entsprechende Website.

QR-Codes für die Gastronomie

QR-Codes für die Gastronomie

QR-Codes für die Gastronomie

QR-Codes sind schnell erstellt. Der QR-Code-Generator ist einer von vielen Möglichkeiten, schnell und kostenlos einen eigenen QR-Code zu basteln und den Gästen die Möglichkeit zu geben, mit dem QR-Code noch schneller an Informationen oder Aktionen zu kommen.

Bevor es losgeht, kommt die Frage, wohin es gehen soll. Viele Unternehmen verweisen einfach auf die Website und freuen sich über moderne Stilmittel des Marketings. Der Verdacht liegt nahe, dass sie selbst noch nie versucht haben, mit einem 5 Zoll Bildschirm eine ganze Website anzusehen.

Besser als eine allgemeine Strategie ist es, spezielle Schnittstellen zwischen Ihnen und Ihrem Gast zu suchen und dort mit QR-Codes zu arbeiten. Stellen, an denen der Gast aktiv werden kann oder soll.

–      Am Katen mit dem Aushang der Speisekarten können Sie einen QR-Code zu der Bildergalerie Ihres Hauses anbringen und damit Gästen die Schwellenangst nehmen oder Einblicke außerhalb der Öffnungszeiten gewähren.

–      Bei Hausprospekten und Anzeigen ist ein kleiner QR-Code sinnvoll, der direkt auf Ihre Reservierungs-Seite (mit Telefonnummer und Anfahrtmöglichkeit) führt.

–      Auf der Weinkarte gibt es QR-Codes mit mehr Informationen zu den Winzern (Achtung: Die Lesbarkeit beachten und nicht einfach nur die Website nehmen – am besten erst selbst ausprobieren)

–      Sie sind großzügig mit Rezepten für Ihre Speisen? Dann ist ein QR-Code auf der Speisekarte optimal. Wenn Sie die Rezepte als PDF bereitstellen und mit Ihrem Logo und Unternehmensinformationen aufbessern, erreichen Sie, dass Ihre „Prospekte“ von dritten kostenlos verteilt werden.

–      Die Zufriedenheit der Gäste ist oberstes Ziel. Zufriedene Gäste empfehlen Sie weiter. Warum nicht gleich? Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, einen QR-Code auf die Rechnungen zu drucken, dann lassen Sie sich einfache Karten drucken, die Sie mit der Rechnung mitgeben. Nach längerem Sitzen in geselliger Runde wird eine Abwechslung gerne angenommen. Der QR-Code führt zur Empfehlungsseite, zu Facebook, Bewertungsportalen etc. – sie werden positiv überrascht sein.

Für den Fall, dass der Gast nicht zufrieden ist, braucht es etwas mehr Basis-Arbeit: Optimal ist es, wenn Sie eine Seite auf Ihrer Homepage aufbauen, die Sie als Empfehlungs- oder Referenz-Seite nutzen. Dort gibt es Links zu Qype, Tripadvisior, Restaurant-Kritik, aber auch Facebook und anderen sozialen Medien. Die besten Bewertungen, hier sind allerdings nicht die mit den meisten Superlativen gemeint, sondern die originellsten, die besten Beschreibungen oder einfach nur die sympathischsten, können Sie dort gerne posten.

Wichtig ist, dass auf dieser Seite deutlich ein „Wenn es etwas gibt, mit dem Sie nicht zufrieden waren, lassen Sie es mich wissen.“ stehen haben. Unterschrieben vom Chef, Direktor, Manager oder was auch immer. Mit einer Möglichkeit, ihn anzumailen oder anzurufen – und der Garantie, dass es auch ankommt und nicht von Aushilfen mit Standard-Antworten abgefertigt wird. Antwortet der Chef selbst in kurzer Zeit (Nein, es gibt nichts, was wichtiger ist als ein unzufriedener Gast!!!) – ist der meiste Ärger schon verflogen. In den meisten Fällen geht es um Unachtsamkeit und Wahrnehmung – Kleinigkeiten zwischen Mitarbeiter und dem Gast, die mit einigen Worten schnell behoben werden. Bei schwereren Reklamationen kann das Ergebnis einer Klärung hilfreich sein, notfalls hilft eine Geste der Widergutmachung – mit einem Gutschein oder einer Einladung verbunden.

Aus Ihrer eigenen Erfahrung wissen Sie: Wenn man sich verstanden fühlt, ist die Welt wieder in Ordnung.