Bio Sprit

Bio Sprit

Die Europäische Union hat Studien in Auftrag gegeben, die ihre eigene „grüne“ Energiepolitik widerlegen: Bio-Sprit aus Palmöl, Soja oder selbst heimischem Rapsöl schädigt das Klima mehr als fossiler Brennstoff aus Erdöl. Denn für den enormen Flächenbedarf zum Anbau von Energiepflanzen werden Regenwälder und andere Ökosysteme zerstört. Das gilt auch dann, wenn diese Pflanzen auf bereits bestehenden Äckern oder Weiden kultiviert werden – für die verloren gegangenen Anbauflächen rodet man an anderer Stelle die Wälder. „Indirekte Landnutzungsänderung” nennen Wissenschaftler dieses fatale Vorgehen, das lange Zeit in den Klimabilanzen bewusst nicht auftauchte.

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Waldvernichtung für Bio-Sprit

Die Waldvernichtung für Biomasse geht also weiter und setzt gigantische Mengen Kohlenstoff frei – von den fatalen Auswirkungen auf die Artenvielfalt, den Wasserhaushalt und die betroffenen Menschen ganz zu schweigen. Anfang Mai hat die EU-Kommission über die katastrophalen Ergebnisse ihrer Expertenstudien beraten und vor dem Sommer soll die Entscheidung fallen. Wir fordern die Politiker auf, endlich verantwortungsvolle Klimapolitik zu betreiben und Bio-Sprit zu stoppen.

Die Alternative kann also nur heißen, auf das Auto, wenn immer möglich, zu verzichten oder auf E-Mobilität umzusteigen – natürlich nur, wenn der Strom für die Ladung aus regenerativen Quellen gewonnen wird.

Quelle: www.regenwald.org