Jahr für Jahr dreht sich die alte Trommel, dringt aus dem Schornstein Rauch und hinterher ist alles sauber, was Mitglieder der Ortsfeuerwehr Burgdorf-Schillerslage in die Miele-Waschmaschine aus den 1920er Jahren gelegt haben. „Bei unserem Dreschefest am dritten Sonntag im September ist sie einer der Publikumsmagneten“, sagte Heiner Wehrs, erster Vorsitzender des Fördervereins, während eines Pressetermins mit der Lokalzeitung. Bei der deutschlandweiten Suche nach der ältesten betriebsbereiten Gewerbewaschmaschine, die Miele Professional im Frühjahr gestartet hatte, erreichte das unverwüstliche Gerät mit weitem Abstand den ersten Platz.
Der „Finderlohn“ war eine Waschmaschine neuester Bauart, die unter der Produktbezeichnung PWM 511 auf dem Markt ist und mit elf Kilogramm Textilien beladen werden kann. Sie ist für die Vernetzung mit dem digitalen Portal „Miele MOVE Connect“ vorbereitet, über ein Touch-Farbdisplay in mehr als 30 Sprachen bedienbar und soll bei den nächsten Feuerwehr-Veranstaltungen zum Einsatz kommen. „Das Dreschefest zieht immer drei- bis viertausend Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Umland von Hannover an“, so Heiner Wehrs. „Wir führen dann etliche historische, funktionstüchtige Maschinen vor und tragen die passende Kleidung.“ Für deren Wäsche sei dank der neuen Waschmaschine gesorgt.
Dass alle Geräte aus der Landwirtschaft und den dazugehörigen Haushalten noch gut in Schuss sind, ist der Verdienst von Wolfgang Heldt. Als gelernter Hufschmied hat der ehemalige Vorsitzende auch die Miele-Trommelwaschmaschine restauriert, nachdem der Förderverein sie Anfang der 1990er Jahre geschenkt bekam. „Sie ist mit Kohle ruckzuck angeheizt, schnell in Betrieb und dann so leise, dass man sich neben ihr problemlos unterhalten kann“, erzählte er. „Und die Leute, die sie live erleben, sind beeindruckt. Die sagen, das sei typisch Miele: So alt und läuft und läuft.“ Beim nächsten Dreschefest soll das historische Schätzchen richtig glänzen, deshalb will Heldt nun ihre Abdeckung auf Hochglanz polieren. „Sie ist aus Kupfer, wie viele Kessel in den Brauereien. Da funktioniert es auch.“
Aufgrund des schweren Materials wiegt die Trommelwaschmaschine etwa 400 Kilogramm und muss mit einem Gabelstapler bewegt werden, zuletzt vor dem Feuerwehrgerätehaus. Michael Arendes, Marketingmanager Professional Wäschereitechnik in der Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland, überreichte den Verantwortlichen des Fördervereins die Siegerurkunde – als Symbol für das gewonnene Gerät. „Mit einer Waschmaschine wie dieser hat die Geschichte unserer gewerblichen Wäschereitechnik begonnen“, sagte er. „Sie stammt aus der allerersten Generation. Die entsprechenden Maschinen wurden seit 1924 an Hotels, Sanatorien, Krankenhäuser und Wäschereien geliefert.“ Heute erwirtschaftet die Business Unit Miele Professional rund ein Fünftel des gesamten Umsatzes von Miele.






