Die Weinlese 2026 beginnt in Deutschland ungewöhnlich früh. Der sonnige Sommer hat die Trauben schnell reifen lassen. Erste Trauben für Federweißen wurden bereits in der Pfalz und in Baden gelesen und weisen eine außergewöhnlich hohe Süße auf. Gleichzeitig stellt die anhaltende Trockenheit insbesondere junge Reben vor Herausforderungen.

Weinlese 2026 startet eine Woche früher

Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) beginnt die Traubenernte für den Jahrgang 2026 bereits in der zweiten Augustwoche. Damit startet die Lese rund eine Woche früher als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Auch die Ernte der Trauben für Sektgrundweine soll in den nächsten Tagen beginnen. Anschließend folgt die Lese frühreifer Rebsorten für die Weinbereitung.

Gesunde Trauben versprechen aromatischen Federweißen

Die trocken-heiße Witterung der vergangenen Wochen hat dafür gesorgt, dass sich die Trauben in den deutschen Anbaugebieten derzeit in einem sehr gesunden Zustand befinden.

Verbraucherinnen und Verbraucher können sich deshalb auf aromatische und fruchtbetonte Federweiße aus heimischen Weinregionen freuen.

Keine großflächigen Unwetterschäden

Größere Unwetterkatastrophen blieben den deutschen Weinbauregionen bislang weitgehend erspart.

Allerdings kam es lokal zu Hagelschlägen. Unter anderem waren Weinberge in der Pfalz, in Baden und Württemberg betroffen. Teilweise entstanden dort erhebliche Schäden.

Trockenheit belastet junge Weinberge

Eine der größten Herausforderungen des Jahrgangs ist die extreme Trockenheit. Besonders betroffen sind jüngere Weinberge, deren Wurzelsystem noch nicht so stark entwickelt ist.

Teilweise mussten bereits während des Sommers Trauben entfernt werden, um die Reben zu entlasten. Wo es möglich war, wurden die Weinberge zusätzlich bewässert.

Ältere Reben kommen bislang vergleichsweise gut mit der Situation zurecht. Schwierigkeiten gibt es jedoch auch dort auf leichten Böden, die nur wenig Wasser speichern können.

Kleine Beeren sorgen für konzentrierte Moste

Der Wassermangel wirkt sich ebenfalls auf die Größe der Traubenbeeren aus. Sie fallen kleiner aus und enthalten weniger Saft als in normalen Jahren.

Das kann besonders konzentrierte und aromatische Moste hervorbringen. Gleichzeitig dürfte die geringere Beerengröße Auswirkungen auf die zu erwartende Erntemenge haben.

Aussichten auf einen guten Weinjahrgang 2026

Für die weitere Traubenreife wären kühlere Temperaturen von Vorteil. Auch leichte Niederschläge könnten helfen, den aktuellen Wassermangel zu reduzieren.

Bleibt es während der eigentlichen Lese anschließend weitgehend trocken, wären laut der Einschätzung im Ausgangstext gute Voraussetzungen für einen qualitativ überzeugenden Weinjahrgang 2026 gegeben.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Deutschen Weininstitut und zum deutschen Weinbau unter: https://www.deutscheweine.de/

https://gastronomie-journal.de/wp-content/uploads/2017/02/Green-Chefs_728x90Pixel.jpg