Küchenchef Fabian Obergfell verbindet regionale Produkte mit französischen Einflüssen. Der zweite Michelin-Stern würdigt die Entwicklung des Hauses und sein Zusammenspiel aus anspruchsvoller Küche und persönlicher Gastfreundschaft.

Die Mühle Schluchsee im Hochschwarzwald ist mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet worden. Für Küchenchef Fabian Obergfell und Hotelier Marius Tröndle ist die Ehrung ein wichtiger Meilenstein. Sie bestätigt einen Weg, der auf Qualität, Herkunft und eine klare kulinarische Handschrift setzt.

Innerhalb weniger Jahre hat sich das Restaurant von einem Geheimtipp zu einer festen Adresse der deutschen Spitzengastronomie entwickelt. Das Haus bleibt dabei bewusst klein und persönlich. Der Anspruch ist, außergewöhnliche Küche mit einer herzlichen Atmosphäre zu verbinden. Für Tröndle gehören diese beiden Seiten der Gastronomie zusammen.

Schwarzwälder Herkunft, eigene Handschrift

Obergfells Küche beginnt in der Region, endet aber nicht an deren Grenzen. Produkte aus dem Schwarzwald bilden die Grundlage seiner Gerichte. Dazu zählen Käse und Holzofenbrot aus Lenzkirch, Gemüse aus St. Blasien und Forellen aus Unteralpfen. Auch Wild aus eigener Jagd, Eier aus Bonndorf und selbst kultivierte Kräuter finden ihren Platz.

Die Nähe zu den Produzenten prägt die Arbeit in der Küche. Sie schafft eine Verbindung zwischen Produkt, Landschaft und handwerklicher Tradition. Gleichzeitig blickt Obergfell über die Region hinaus. Steinbutt und Austern sowie französische Einflüsse ergänzen die regionale Basis. Entscheidend bleiben Produktqualität, Präzision und eine eigenständige Interpretation.

Der zweite Stern ist für das Team Anerkennung und Ansporn zugleich. Obergfell möchte eine Küche entwickeln, die klar mit dem Schwarzwald verbunden ist und dennoch eine eigene Sprache spricht. Jeder Teller soll zeigen, woher die Produkte stammen und mit welchen Partnern das Restaurant arbeitet.

Ein kleines Haus mit persönlicher Atmosphäre

Auch das Hotel prägt das Erlebnis in der Mühle. Das historische Gebäude stammt aus dem Jahr 1603 und verfügt über zehn Zimmer. Seit 2019 führt Marius Tröndle das Haus als exklusives Boutique-Hotel. Bachlauf, Naturteich und die Wälder des Hochschwarzwalds bilden den Rahmen.

Die persönliche Betreuung gehört zum Selbstverständnis des Hauses. Gäste werden mit Namen begrüßt und begegnen dem Team auf Augenhöhe. Diese Nähe soll auch neben dem Restaurantbesuch spürbar sein. Für Tröndle ist sie ein wesentlicher Teil dessen, was die Mühle ausmacht.

Der zweite Michelin-Stern markiert deshalb nicht allein einen Erfolg der Küche. Er würdigt auch die gemeinsame Ausrichtung von Restaurant und Hotel. Die Mühle setzt auf ein bewusst überschaubares Haus, auf beständige Qualität und auf Gastgeber, die präsent bleiben. So entsteht eine kulinarische Destination, die ihre regionale Verwurzelung mit persönlicher Gastlichkeit verbindet.

Mit der Auszeichnung beginnt für die Mühle Schluchsee ein weiteres Kapitel. Die Grundhaltung soll sich dadurch nicht ändern: Das Haus bleibt klein, individuell und konsequent in seinem Qualitätsanspruch. Gerade diese Verbindung gibt ihm eine eigene Stellung im Hochschwarzwald.

www.muehle-schluchsee.de

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