Energiesparen in gewerblichen Immobilien gewinnt angesichts hoher Betriebskosten zunehmend an Bedeutung. Von Bürogebäuden über Pflegeheime bis zu Hotels können bereits viele kleine Energieverbraucher die Kosten erheblich erhöhen. Betterspace zeigt fünf typische Brennpunkte und Maßnahmen, mit denen Unternehmen ihre Energieeffizienz verbessern und Kosten reduzieren können.

Dabei müssen Investitionen in Nachhaltigkeit nicht nur ökologische Vorteile bringen. Für gewerblich genutzte Immobilien spielen auch Wirtschaftlichkeit, Einsparpotenzial und Amortisationsdauer eine entscheidende Rolle.

Brennpunkt 1: Hoher Energieverbrauch im Altbau

Bestandsgebäude kämpfen häufig mit einem hohen Energieverbrauch. Veraltete Heiztechnik, ungedämmte Leitungen oder eine ungünstige Raumaufteilung erschweren zusätzlich einen effizienten Betrieb.

Tipp: Betterspace empfiehlt zunächst Maßnahmen, die schnell wirken und keine umfangreichen Umbauten erfordern. Dazu zählen beispielsweise der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage, die Dämmung von Rohrleitungen, neue Dichtungen an Fenstern und Türen sowie intelligente Energiemanagementsysteme.

Brennpunkt 2: Fehlende Transparenz beim Energieverbrauch

In vielen Gebäuden fehlt eine ausreichend detaillierte Messtechnik. Verantwortliche kennen dadurch zwar den Gesamtverbrauch des Gebäudes, können ihn jedoch nicht immer einzelnen Bereichen, Nutzungszeiten oder Verbrauchern zuordnen.

Tipp: Digitale Energiemanagementsysteme können Verbrauchsdaten messen, analysieren und visualisieren. Das System better.energy von Betterspace ermöglicht beispielsweise eine Betrachtung des Energieverbrauchs nach unterschiedlichen Bereichen und Zeiträumen.

Damit erhalten Unternehmen eine bessere Datengrundlage, um mögliche Einsparpotenziale zu erkennen.

Brennpunkt 3: Überlastetes Personal

Neben der Technik spielt auch das verfügbare Know-how eine wichtige Rolle. Fehlen Personal, Zeit oder geeignete Werkzeuge, können selbst moderne Heizsysteme ineffizient arbeiten. Das gilt insbesondere dann, wenn Verantwortliche die Anlagen nicht optimal konfigurieren.

Tipp: Digitalisierung und Automatisierung können Mitarbeitende unterstützen. Zentrale Verbrauchsmessungen sowie eine intelligente Steuerung von Heiz- und Kühlsystemen erleichtern das Energiemanagement. Nach Angaben von Betterspace lassen sich entsprechende Lösungen teilweise ohne größere Umbauten im laufenden Betrieb installieren.

Brennpunkt 4: Unbemerkte Stromfresser

In Hotels und anderen Nichtwohngebäuden befinden sich zahlreiche elektrische Geräte. Viele davon laufen über lange Zeiträume oder sogar rund um die Uhr und verursachen dadurch kontinuierlich Stromkosten.

Tipp: Ein intelligentes Lastmanagement erfasst, wann und wo Strom verbraucht wird. Auf dieser Grundlage können Unternehmen Strategien entwickeln, um ihren Verbrauch gezielter zu steuern.

Brennpunkt 5: Investitionsstau und knappe Budgets

Sanierungen, Modernisierungen und Digitalisierung erfordern zunächst Investitionen. Begrenzte Budgets können deshalb notwendige Maßnahmen verzögern und Fortschritte bei der Energieeffizienz bremsen.

Tipp: Betterspace empfiehlt eine Investitionsstrategie aus drei Bausteinen: Fördermittel nutzen, Contracting-Modelle prüfen und geplante Maßnahmen anhand ihres Einsparpotenzials und ihrer Amortisationsdauer priorisieren.

Energiesparen in gewerblichen Immobilien: mögliche Einsparpotenziale

Am Beispiel von Pflegeheimen nennt Betterspace verschiedene Maßnahmen und mögliche Einsparpotenziale:

  • Hydraulischer Abgleich: 10 bis 15 Prozent Heizkosten sparen, Amortisationszeit etwa ein bis zwei Jahre.
  • Intelligente Heizkörpersteuerung: 10 bis 30 Prozent Heizenergie sparen, Amortisationszeit etwa ein bis drei Jahre.
  • LED-Umrüstung: 50 bis 70 Prozent des Stromverbrauchs für Beleuchtung sparen, Amortisationszeit unter einem Jahr.

Die Beispiele zeigen, dass Energiesparen in gewerblichen Immobilien nicht zwangsläufig mit umfassenden Sanierungsmaßnahmen beginnen muss. Auch gezielte technisch und organisatorische Veränderungen können dazu beitragen, Energieverbrauch und Betriebskosten zu reduzieren.

Weitere Informationen zum Energiesparen in Nichtwohngebäuden: Betterspace

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