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FoodFighters servieren Schmackhaftes aus Ausschussware

Michael Schieferstein serviert Schmackhaftes aus Ausschussware

Promis genießen „Wegwerf-Gala-Menu“ aus Ausschussware

Michael Schieferstein serviert Schmackhaftes aus AusschusswareZur Eröffnung der Ausstellung „Wie leben? – Zukunftsbilder von Malewitsch bis Fujimoto“ im Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum, Berliner Str. 23 erwartet die Gäste ein nachhaltiges veganes und vegetarisches Buffet. Das klingt erst mal nach nichts Besonderem, doch an diesem Abend wird das Catering aus Ausschussware hergestellt.

Die Lebensmittel, die von FoodFighter Michael Schieferstein und seinem Team vor der Vernichtung gerettet werden, sind ess- und genießbar. Genau das wird der ehemalige Spitzenkoch, der diesem Wegwerf-Wahnsinn seit Jahren massiv entgegentritt, mit seinem Team am 4. Dezember ab 19 Uhr im Wilhelm-Hack-Museum unter Beweis stellen.

Food FightersMichael Schieferstein ist als Verfechter eines nachhaltigen Lebensstils und Umgangs natürlich belassener Ressourcen nicht nur Gründer der FoodFighter, sondern war Botschafter im Deutschen Pavillon bei der „Expo Milano 2015“ und hat damit das Thema an eine breite, internationale Öffentlichkeit herangetragen. Mehr als 30 Mio. Tonnen Lebensmittel werden jährlich in Deutschland unnötigerweise weggeworfen – Tendenz steigend. Genau hier will Michael Schieferstein ein weiteres Zeichen setzen.

Um auch Politikern zu zeigen,  dass es nicht ausreicht, über Lösungen auf dem Klima-Gipfel in Frankreich zu diskutieren, sondern auch aktiv werden muss, hat Schieferstein dieses Catering initiiert. Denn die Lebensmittelverschwendung trägt, genauso wie die Massentierhaltung, einen großen Teil zum Klimawandel bei. Und weltweit leiden schon mehr als zwei Milliarden Menschen an Hunger und Durst.

Das ist die Momentaufnahme, aber auch das Bild der Zukunft, das sich viele nicht vorstellen wollen und können. Derzeit stehen der Weltbevölkerung noch ausreichend Ressourcen zur Verfügung – aber wird dies auch in Zukunft noch der Fall sein? Massentierhaltung, Monokultur und genmanipuliertes Essen sind an der Tagesordnung. Michael Schieferstein zeigt andere Wege auf, wie auch bei steigender Weltbevölkerung ausreichend natürlich erzeugte Nahrung zur Verfügung stehen kann.

Der Brückenschlag zur Ausstellung „Wie leben? – Zukunftsbilder von Malewitsch bis Fujimoto“, die bis 28. Februar 2016 zu sehen sein wird, ist klar: auch die ausstellenden Künstler beschäftigen sich mit dem Thema, wie der Lebensraum für zukünftige Generationen gestaltet und mit den vorhandenen Ressourcen umgegangen werden sollte.

Alle Akteure des Vereins „FoodFighters® e.V.“ leisten bei dieser Veranstaltung ihren Einsatz ehrenamtlich.