Alkoholfreies Bier gewinnt in der deutschen Gastronomie weiter an Bedeutung. Laut kollex Bier-Monitor 2026 waren deutschlandweit zwölf Prozent der von Gastronomiebetrieben bestellten Biere alkoholfrei. Das sind nahezu zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Besonders gefragt ist alkoholfreies Weizenbier.

Alkoholfreies Weizenbier führt das Segment an
Der Bier-Monitor basiert auf Bestelldaten der digitalen Bestellplattform kollex. Dafür werden die Bestellungen von inzwischen mehr als 20.000 Gastronomiebetrieben in Deutschland ausgewertet. Die Daten geben Einblicke in Konsumtrends, regionale Vorlieben und Entwicklungen des Biermarktes in der Gastronomie.
Innerhalb des alkoholfreien Segments liegt Weizenbier mit einem Anteil von 45 Prozent deutlich vorne. Pils folgt mit 26 Prozent, Biermischgetränke erreichen elf Prozent. Fassbrause und Malzbiere sowie 0,0-Prozent-Varianten und weitere Sorten kommen jeweils auf sechs Prozent.
Bayern setzt auf Helles und Weizenbier
Bei alkoholhaltigen Bieren zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. In Bayern entfallen 32 Prozent der Bestellungen auf Helles, 18 Prozent auf Weizenbier und 15 Prozent auf Lager. Damit erreichen diese Sorten dort besonders hohe Anteile.
Zu den beliebten alkoholhaltigen Marken gehören Augustiner und Flötzinger aus Rosenheim. Bei Radlern mit und ohne Alkohol greifen Gastronomiebetriebe in Bayern laut Bier-Monitor besonders häufig zu Mönchshof.
Auch in Baden-Württemberg gehört Weizen zu den gefragten Sorten. Dennoch bleibt Pils mit rund der Hälfte aller Bestellungen die klare Nummer eins. Bei alkoholhaltigen und alkoholfreien Varianten liegt Rothaus vorne.
Mehr als jeder siebte Liter im Südwesten alkoholfrei
In Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist bereits mehr als jeder siebte bestellte Liter Bier alkoholfrei.
In Rheinland-Pfalz führen die Bitburger 0,0-Varianten, Benediktiner Weißbier Alkoholfrei und Erdinger Alkoholfrei das Ranking an. Im Saarland spielen vor allem die regional verwurzelten Marken Karlsberg und Bitburger eine wichtige Rolle.
Krombacher bundesweit besonders gefragt
Krombacher bleibt laut Bier-Monitor die bundesweit meistbestellte Biermarke in der Gastronomie. Besonders stark ist die Marke in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt – sowohl bei alkoholhaltigen als auch bei alkoholfreien Produkten.
Bundesweit folgt Benediktiner bei den alkoholfreien Marken auf dem zweiten Platz. In einigen Bundesländern zählen außerdem Erdinger-Produkte zu den Favoriten.
Regionale Biermarken bleiben gefragt
Auch in den Stadtstaaten zeigen sich regionale Besonderheiten. In Hamburg liegt Krombacher 2026 knapp vor Astra und Holsten. In Berlin bestellen Gastronomiebetriebe inzwischen ebenfalls häufiger Krombacher als Biere aus der Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei.
Und in Bremen liegen Haake-Beck und Franziskaner vor BECK’S. Auch ihre alkoholfreien Varianten tragen laut Bier-Monitor zum steigenden Anteil alkoholfreier Biere bei.
Schwarzbier bleibt im Osten eine Spezialität
Im Osten Deutschlands behaupten regionale Bierspezialitäten ihre Position. Köstritzer ist die beliebteste Biermarke in Sachsen und Thüringen sowie die zweitbeliebteste in Sachsen-Anhalt.
Mecklenburg-Vorpommern weist mit knapp sechs Prozent den bundesweit höchsten Anteil an Schwarzbier auf. Deutschlandweit liegt der Anteil dunkler Biere dagegen lediglich bei 0,6 Prozent.
Bei alkoholhaltigen Bieren bleibt Pils bundesweit die Nummer eins. In Brandenburg sind Radeberger-Pilsbiere besonders gefragt, in Mecklenburg-Vorpommern Lübzer und Störtebeker. Im alkoholfreien Segment dominieren dagegen auch dort Weizenbiere.
Alkoholfreies Bier etabliert sich in der Gastronomie
Die Ergebnisse des kollex Bier-Monitors zeigen eine zunehmend vielfältige Bierkultur. Während Pils bei alkoholhaltigen Bieren weiterhin an der Spitze steht, entfällt mittlerweile rund jeder achte bestellte Liter auf eine alkoholfreie Variante.
„Alkoholfreie Biere sind damit längst mehr als ein kurzfristiger Trend“, sagt Stefan Kellner, CEO von kollex und Herausgeber des Bier-Monitors. Weizen, Radler und 0,0-Prozent-Varianten gehörten inzwischen in vielen Gastronomiebetrieben zur Getränkekarte und böten Gästen mehr Auswahl für einen bewussteren Genuss.
Über kollex
kollex ist eine digitale Bestellplattform, die Gastronomiebetriebe und Lieferanten miteinander vernetzt. Seit dem Start im Sommer 2019 wurden nach Unternehmensangaben mehr als 175 Getränkefachgroßhändler angebunden und über 20.000 Nutzerinnen und Nutzer für Bestellungen per App oder Webshop gewonnen.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zu kollex und zur digitalen Bestellplattform unter:https://www.kollex.de/




