Ei ohne Huhn, Hack ohne Kuh: Warum pflanzliche Produkte heute eine Story brauchen
Innerhalb von Stunden war das Hamburger Foodlab ausgebucht: Rund 100 Journalisten, Food-Creator und Branchenkenner strömten zum vierten Pressday Plantbased. Die Message war klar: Pflanzliche Produkte allein verkaufen sich nicht mehr – sie brauchen eine Story.
Der Duft von frisch gebackenen Waffeln hing in der Luft. Auf dem Grill briet Fleisch, das keines war. Und an der Bar floss probiotischer Wasserkefir. Der Pressday Plantbased am 21. Mai 2026 holte zwölf Marken ins Hamburger Foodlab. Sie zeigten, wie emotional und genussorientiert pflanzliche Innovationen sein können.
Wenn Pilze zu Hack werden
JUST EGG sorgte mit pflanzlichem Omelette und belgischen Waffeln für Staunen. Die Basis: Mungobohnenprotein. MUSHROOTS bewies, dass Pilze mehr können als Beilage. Herzhaftes Hack und saftige Patties aus dem Myzel überzeugen selbst Skeptiker.

Bei REDEFINE MEAT briet Profi-Koch Philipp Zitterbart pflanzliches Flank Steak für einen „Surf & Turf“. Ganz ohne Meer- und Landtiere. Lekka feierte die Premiere einer neuen pflanzlichen Salami – serviert auf knuspriger Pizza direkt aus dem Ofen.
Mitmachen statt nur probieren
Konsumieren war gestern. Die Marken setzten auf echte Erlebnisse. Bei Eleplant füllten Gäste eigene Macarons mit pflanzlicher Buttercreme. Bauck lud zum „Build your own Couscous Bowl“. Und bei Like ging es um die Crunch-Challenge: Ein Dezibelmesser maß die Lautstärke beim Abbeißen von knusprig paniertem Schnitzel.
Lebensbaum bot individuelle DIY-Snackboxen. Bio Planète präsentierte Omega-Leinöl-Mixturen an einer Longevity-Frühstücksbar. Voelkel servierte probiotischen Raw Wasserkefir. Vivani begeisterte mit Schokolade auf Dattelbasis, Pop mit High-Protein-Snackballs.
Plantbased ist nur noch der Einstieg
„Vor einigen Jahren reichte es oft noch, einfach vegan zu sein. Heute erwarten Konsumenten mehr“, sagt Katrin Kasper. Sie ist Gründerin von Kasper Kommunikation und Kuratorin des Events. „Plantbased funktioniert nicht mehr als alleinstehendes Verkaufsargument. Es braucht die größere Story.“

Die Marken beim Pressday präsentieren keine simplen Alternativen mehr. Sie bieten Produkte mit unterschiedlichen Nutzenversprechen. Protein für Sportler. Funktionalität für Health-Enthusiasten. Ästhetik für Instagram. Convenience für den Alltag. Plantbased ist dabei die gemeinsame Klammer. Die Relevanz entsteht über verschiedene Mehrwerte.
Was das für die Gastronomie bedeutet
Für Gastronomen heißt das: Pflanzliche Produkte gewinnen, wenn sie eine Geschichte erzählen. Ob Mungobohnen-Ei oder Pilz-Hack – Kunden kaufen keine Kategorien. Sie kaufen Genuss, Gesundheit und Erlebnisse.
Der Pressday Plantbased zeigt, wie das geht. Es reicht nicht mehr, einfach pflanzlich zu sein. Die erfolgreichen Marken verbinden nachhaltige Inhalte mit emotionalen Momenten. Sie machen aus Alternativen echte Highlights. Für die Gäste im Restaurant bedeutet das: mehr Entdeckungsfreude auf dem Teller. Mehr Gesprächsstoff. Mehr Lust auf den nächsten Besuch.
Der Pressday Plantbased wird von Kasper Kommunikation kuratiert. Seit 2024 findet das Branchenevent in Hamburg statt. Zwölf Marken präsentieren ihre pflanzlichen Neuheiten. Im Fokus stehen Live-Cookings, Tastings und DIY-Aktionen – und der Austausch zwischen Marken, Medien und Creators.
www.pressdayplantbased.de






