Nachhaltige Milcherzeugung steht im Mittelpunkt eines neuen Lieferkettenprojekts von Transgourmet. Gemeinsam mit den Molkereien frischli und Naarmann sowie dem Agritech-Unternehmen Klim fördert der Lebensmittelgroßhändler regenerative Landwirtschaft im Milchsektor. Ziel ist es, Emissionen entlang der Lieferkette zu reduzieren und landwirtschaftliche Betriebe beim Übergang zu nachhaltigeren Bewirtschaftungsformen zu unterstützen.
Das Projekt entstand aus dem „Grünen Netzwerk“ von Transgourmet und ist nach Unternehmensangaben das erste seiner Art in der Außer-Haus-Verpflegung.
Im Fokus steht die landwirtschaftliche Erzeugung, da hier ein wesentlicher Teil der mit Milch verbundenen Emissionen entsteht. Deshalb erfassen die teilnehmenden Betriebe jährlich ihren CO₂-Fußabdruck. Anschließend setzen sie gezielte Maßnahmen auf dem Feld und im Stall um, um ihre Emissionen zu reduzieren.
Das „Grüne Netzwerk“ bringt Unternehmen entlang der Lieferkette zusammen. Gemeinsam entwickeln die Partner konkrete Lösungen für mehr Nachhaltigkeit und weniger CO₂-Emissionen.
Nachhaltige Milcherzeugung durch regenerative Landwirtschaft
Ab 2027 setzen acht ausgewählte Milchviehhalter aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen regenerative Praktiken auf ihren Betrieben um.
Dazu gehören beispielsweise der Anbau von Zwischenfrüchten und Begleitkulturen sowie eine reduzierte Bodenbearbeitung. Diese Maßnahmen sollen Emissionen reduzieren, Kohlenstoff im Boden binden und die Bodenfruchtbarkeit fördern.
Gleichzeitig können sie zum Schutz der Wasserressourcen und zu mehr Biodiversität beitragen.
Insgesamt umfasst das Projekt künftig rund 500 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Diese soll durch regenerative Bewirtschaftungsmethoden zukunftsfähiger und klimafreundlicher genutzt werden.
Für den zusätzlichen Aufwand erhalten die teilnehmenden Landwirte finanzielle Unterstützung von Transgourmet und den beteiligten Molkereien.
Mehr Transparenz entlang der Milchlieferkette
Transgourmet bezieht die gesamte Milchmenge für die 1,5-prozentige und 3,5-prozentige H-Milch in 5-Liter- und 10-Liter-Gebinden seiner Eigenmarke Transgourmet Economy über die teilnehmenden Partner.
Damit verfolgt das Unternehmen das Ziel, Kunden aus Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung künftig Produkte mit einem reduzierten CO₂-Fußabdruck anbieten zu können.
Zudem sollen die entlang der Lieferkette erhobenen Daten mehr Transparenz über die Klimawirkung der Lebensmittel schaffen.
So können Gastronomiebetriebe Nachhaltigkeitsaspekte leichter in ihre Einkaufsentscheidungen und Speiseplanung einbeziehen. Gleichzeitig erhalten sie eine bessere Datengrundlage, um eigene Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen.
Dafür müssen sie keine eigenen komplexen Strukturen entlang der Lieferkette aufbauen.
Transgourmet setzt auf gemeinsame Verantwortung
„Mit diesem Projekt gehen wir einen wichtigen Schritt, um Klimaschutz konkret entlang unserer Lieferkette umzusetzen. Gemeinsam mit unseren Partnern im „Grünen Netzwerk“ arbeiten wir gezielt daran, den CO₂-Fußabdruck unserer Produkte zu reduzieren. Gleichzeitig schaffen wir mit belastbaren Primärdaten mehr Transparenz und unterstützen unsere Kundinnen und Kunden dabei, ihre Speisepläne klimafreundlicher zu gestalten und eigene Klimaziele zu erfüllen“, sagt Kathrin Caro Pulido, Leitung Nachhaltigkeit bei Transgourmet Deutschland.
Auch Robert Gerlach, Geschäftsführer bei Klim, betont die Bedeutung wirtschaftlicher Anreize:
„Regenerative Landwirtschaft muss sich für Landwirte lohnen und gleichzeitig Mehrwert für die Lieferkette schaffen. Genau das bringen wir mit Transgourmet, frischli und Naarmann zusammen: konkrete Maßnahmen auf den Betrieben, belastbare Daten und finanzielle Anreize. So entsteht ein skalierbares Modell für resilientere, profitablere Milchlieferketten und messbare Emissionsreduktionen.“
Das Projekt zeigt damit einen möglichen Weg zu einer nachhaltigeren Milchlieferkette auf. Entscheidend ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten – von der landwirtschaftlichen Erzeugung über die Molkereien bis zur Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.
Weitere Informationen über: Transgourmet




