Welche Farbe braucht die Glut?

Die Glut im Grill muss eine graue Ascheschicht zeigen, bevor man die Würste auflegt. Aha, wer sagt das? Alle! Und warum? Weil es alle sagen. Aber warum? Weil es alle sagen. Neulich gelesen, gestern bei Kabel1 gesehen… Und so weiter und so fort. Hat sich aber schon mal jemand die Frage gestellt, ob das wirklich so richtig ist und wenn ja warum? Nirgends findet man diese Fragestellung und erst recht keine Antwort, alle plappern, aber niemand weiß.

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Fakt ist: Dieser Ratschlag stimmt! Wenn sich auf der Glut eine graue Ascheschicht gebildet hat, ist der beste Zeitpunkt zum Auflegen erreicht.

Fü die Erkjlärung muss man zunächst feststellen: Die Asche an sich hat damit überhaupt nichts zu tun, denn die Asche ist auch da, wenn der Grill aus ist. Die Asche bildet sich aber zu einem bestimmten Zeitpunkt und um genau den geht es.

Egal, wie wir Kohlen oder Brikett anzünden, ob mit Anzündhilfen oder im Anzündkamin: Sie fangen an zu glühen und sie werden immer heißer. Irgendwann ist der gesamte Vorrat an Kohlen dann durchgeglüht und damit die größte Hitze erreicht. Nach diesem Spitzenwert sinkt die Temperatur geringfügig und geht in einen relativ stabilen Bereich über. Bei dieser stabilen Temperatur lässt es sich am besten grillen, weil der gesamte Kohlevorrat durchgeglüht ist und weil die Temperatur im Grill nicht mehr wesentlich steigt oder fällt. Mit solch konstanter Temperatur kann man, das leuchtet ein, gut und verlässlich arbeiten.

Dieser Zustand stabiler Temperatur fällt nun zeitlich und optisch mit der grauen Ascheschicht zusammen, hat mit der Asche selbst aber nichts zu tun. Es geht also faktisch nicht um die Asche, sondern um das Verständnis der Temperaturkurve im Grill.

Nein, diese Art der Betrachtung bedeutet nicht das Ende der Freude am Grill!

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