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Norwegischer Lachs - Lebensmittelproduktion

Norwegischer Lachs –
Lebensmittelproduktion

Die Japaner betrachten ihn als Neugeborenes, für Franzosen ist er unverzichtbar und den Chinesen bringt er Glück. Norwegischer Lachs ist Norwegens größter Eroberer aller Zeiten.

Es gibt eine Vielzahl guter Gründe, warum norwegischer Lachs zu einem weltweiten Bestseller geworden ist. Erstens ist er vielseitig einsetzbar, ob bei Familien zu Hause oder im Restaurant mit anspruchsvollen Gourmets. Zweitens trägt der allgemeine Gesundheitstrend wesentlich zur steilen Karriere des Lachses bei. Nachdem Omega3Fettsäuren in aller Munde sind, landet Lachs auf Jedermanns Teller. Drittens hat norwegischer Lachs aus Aquakultur im Vergleich zu vielen anderen Proteinlieferanten ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Darüber hinaus hat der weltweite Erfolg von norwegischem Lachs vor allem auch damit zu tun, dass Lachs aus Aquakultur keinen saisonalen Bedingungen ausgesetzt ist und demnach immer verfügbar und in gleichbleibend hoher Qualität erhältlich ist. Während viele andere Rohwaren, gewonnen aus dem Meer oder an Land, saisonal beschränkt sind, kann Lachs das ganze Jahr über in höchster frischer Qualität auf den Speisekarten der Welt stehen.

Der Blaue Acker

Eine ausgewogene Ernährung ist nicht nur eine Frage von gesunden Lebensmitteln, für viele Menschen ist es auch eine Frage von ausreichend verfügbaren Lebensmitteln. Die norwegische Aquakultur bedient sowohl die Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln in der westlichen Welt, als auch den Bedarf an mehr Essen in ärmeren Regionen der Erde.

Strengste Auflagen für Anlagen

Jede Aquakulturanlage in Norwegen führt Betriebspläne, die vom Norwegischen Fischereidirektorat und der Norwegischen Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit (Mattilsynet) geprüft werden. Basierend auf den norwegischen Bestimmungen und den Zuchtvorschriften der Aquakulturbranche hat das Nationale Veterinärinstitut norwegischem Lachs aus Aquakultur einen guten Gesundheitszustand attestiert. Norwegen setzt hohe Standards für Fischgesundheit, der Fischgesundheitsdienst ist weltweiter Branchenführer.

Um eine behördliche Lizenz zu erhalten, muss der künftige Anlagenstandort geprüft und genehmigt werden. Für die Standorte gibt es strenge staatliche Auflagen, beispielsweise hinsichtlich der Strömungsbedingungen. So muss das Areal, in dem sich die Anlage befindet, eine gute Meeresströmung aufweisen. Trotz des Wachstums der Aquakulturwirtschaft ist die Anzahl der Standorte zwischen 2000 und 2010 um 40 Prozent gesunken.

Wenn sich Anlagenbetreiber um eine Lizenz für einen neuen Standort bewerben oder eine bestehende Lizenz verlängern möchten, fordern die Behörden Umweltgutachten, die Auskunft über den jeweiligen Zustand des Meeresbodens geben. Die Betreiber sind zu einer kontinuierlichen Kontrolle der Auswirkungen ihrer Anlagen auf die umliegenden Meeresböden angehalten. Die Ergebnisse müssen dem Norwegischen Fischereidirektorat gemeldet werden und sind jederzeit öffentlich zugänglich auf www.fiskeridir.no.

Nachdem der komplette Fischbestand aus einem Gehege entnommen wurde, muss die Anlage für mindestens drei Monate brachliegen, bevor sie erneut mit Jungfischen befüllt werden darf. Dies ist eine Maßnahme zur Regenerierung des Meeresbodens sowie zur Reduzierung jeglicher Infektionsgefahr in der Region. In einem Netzgehege dürfen nur Fische eines einzigen Jahrgangs gehalten werden.

An Standorten, an denen der Aquakulturbetrieb endgültig eingestellt wurde, müssen innerhalb von sechs Monaten alle Gehegeeinrichtungen ober- und unterhalb der Wasseroberfläche entfernt werden.

Am Standort der Aquakulturanlage müssen Sauerstoffgehalt, Temperatur und Salzgehalt des Meerwassers laufend kontrolliert werden. Diese Faktoren sind wesentlich für die Gesundheit und das Wohlergehen der Fische. Da Lachse, wie fast alle Fische, wechselwarm sind, entspricht ihre Körpertemperatur der Temperatur ihrer Umgebung. Höhere Temperaturen regen den Stoffwechsel der Lachse an und erhöhen so ihren Sauerstoffverbrauch. Zudem hat warmes Wasser einen geringeren Sauerstoffgehalt als kaltes Wasser.

Norwegischer Lachs - Aquakultur

Norwegischer Lachs –
Aquakultur

 

Quelle: „Aquakultur in Norwegen. Der Bericht 2014.”, Norwegian Seafood Council, 2014