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Georgischer Wein Deutschland: Während der deutsche Weinmarkt von rückläufigem Konsum geprägt ist, gewinnen georgische Weine zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Zahlen und eine neue Studie zeigen eine deutlich steigende Nachfrage im Handel und in der Gastronomie.

Georgischer Wein Deutschland gewinnt an Bedeutung

Während der deutsche Weinmarkt von Konsumrückgang geprägt ist, verzeichnen Importe aus Georgien ein deutliches Plus. Eine aktuelle Befragung unter Profis aus der Gastronomie und dem Weinhandel bestätigt den Imagewechsel vom ethnischen Nischenprodukt zum profilierten Trendthema. Der deutsche Weinmarkt ist derzeit von hoher Preissensibilität und stagnierendem Konsum geprägt. Demgegenüber steht eine positive Entwicklung bei den Importen aus Georgien: Zwischen 2021 und 2025 stieg der Wert der Importe um rund 89 Prozent, das Importvolumen nahm um 101 Prozent zu (Quelle: National Wine Agency of Georgia). Diese Dynamik wird durch eine aktuelle im Auftrag der National Wine Agency of Georgia durchgeführte Studie bestätigt. Im Rahmen dieser Umfrage haben deutsche Weinfachleute zu Wahrnehmung und Marktpotenzial georgischer Weine geantwortet.

Ein Weinland mit wachsender Bedeutung

Georgischer Wein gewinnt im internationalen Handel weiter an Profil. Über 1.000 Weingüter bewirtschaften im Weinland am Schnittpunkt von Europa und Asien rund 50.000 Hektar Rebfläche. Mit einer Weinproduktion von 2,4 Millionen Hektolitern, einer Ernte von rund 340.000 Tonnen und einem Exportvolumen von 89,7 Millionen Litern in 75 Länder zeigt Georgien seine wachsende Relevanz als Herkunftsland für den internationalen Weinmarkt. Gleichzeit steht das Land für eine außergewöhnliche Sortenvielfalt: Mehr als 525 einheimische Rebsorten, 33 geschützte Herkunftsbezeichnungen und die traditionelle Qvevri-Methode prägen das Profil der georgischen Weinwirtschaft. Auch für den deutschen Markt spielt Georgien zunehmend eine Rolle: Deutschland zählt mit rund 1,3 Millionen Litern Importvolumen bereits zu den wichtigsten Exportmärkten.

Georgischer Wein Deutschland wird zum Trendthema

Ein Vergleich mit der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2021 zeigt einen deutlichen Zuwachs an Marktkompetenz: Vor fünf Jahren gaben noch 90 Prozent der Befragten an, wenig oder gar keine Kenntnisse über georgischen Wein zu besitzen. Heute verfügen rund 60 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen über fundiertes Grund- oder Fachwissen. Fast 56 Prozent der Befragten stufen georgischen Wein mittlerweile als Trendthema ein.
Die positive Entwicklung schlägt sich auch in den Listungen nieder. Die Zahl der Einzelhändler*innen, die georgische Weine führen, hat sich seit 2021 mehr als verdoppelt. Zwei Drittel dieser Händler*innen haben mindestens zwei unterschiedliche Weingüter im Sortiment und mehr als fünf verschiedene georgische Weine im Regal. Inhaltlich entwickelt sich das Segment immer mehr vom ethnischen Nischenprodukt zu einem geschätzten Trendthema für eine breitere Zielgruppe. Im Fokus des Interesses stehen dabei trockene Weine. Der wichtigste Profilierungsfaktor bleibt die traditionelle Herstellung in der Tonamphore, dem sogenannten Qvevri, die durchschnittlich 52 Prozent des Sortiments der führenden Händler*innen ausmacht. Dabei profitieren die Weine auch vom allgemeinen Naturwein-Trend: georgische Weine aus dem Qvevri sind in der Regel naturvergoren und präsentieren sich in einem leuchtenden Orange.

Wachstumstreiber: Differenzierung statt Preispolitik

Die Studienergebnisse legen nahe, dass das Wachstum im georgischen Segment nicht primär über den Preis, sondern über qualitative Faktoren wie Herkunft, autochthone Rebsorten wie zum Beispiel Saperavi, Rkatsiteli, Kisi und handwerkliche Produk-tionsmethoden generiert wird. Damit bietet die Nische dem deutschen Handel weiterhin ein stabiles Wertschöpfungspotenzial.

Weitere Informationen: Georgien – Die Wiege des Weins

Weitere Informationen zum Thema: Spanischer Wein

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