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Goldgrube: Das Revenue Management

Goldgrube - Das Revenue Management (credit Airnguru)

Warum Revenue Management immer wichtiger wird

Goldgrube - Das Revenue Management (credit Airnguru)
Goldgrube – Das Revenue Management (credit Airnguru)

In Anbetracht der immer komplexeren und analyselastigeren Revenue Management Verfahren wird es für Hoteldirektoren immer schwieriger, auf dem neuesten Stand der Entwicklungen zu bleiben. Gleichzeitig war es aber auch noch nie so wichtig wie heute, dass GMs sich proaktiv mit Revenue Management beschäftigen. Dafür gibt es fünf wesentliche Gründe.

Der Preis bestimmt die Rentabilität des Hotels

Studien belegen, dass für jedes Unternehmen der Preis der entscheidende Rentabilitätsfaktor ist – und die aktuellen Trends und Entwicklungen zeigen, dass Analysen zur unverzichtbaren Grundlage der Preisentscheidung geworden sind. Für GMs ist das Revenue Management einfach unerlässlich, um Analysen zu nutzen und die Rentabilität zu optimieren. Für Hotels ohne eigenen Revenue Manager sollten GMs daher die Investition in ein automatisiertes Pricing-System erwägen, das komplexe Analysen übernimmt und ihnen die schnelle Bereitstellung effektiver Preisentscheidungen in allen erforderlichen Vertriebskanälen ermöglicht.

Umsetzung langfristiger Wachstums- und Bilanzstrategien

Revenue Manager konzentrieren sich auf Preisänderungen und Verfügbarkeitsverwaltung im Tagesgeschäft und nicht auf die strategischen langfristigen Zielsetzungen des Hotels. Der GM kann eingreifen und verhindern, dass der Revenue Manager sich in kurzfristigen RevPAR-Zielsetzungen festfährt. Durch die regelmäßige Kommunikation mit dem Revenue Manager können GMs langfristige Bilanzstrategien umsetzen, bei denen die Zielsetzungen des Unternehmens bezüglich Zielgruppen, Image und Marktposition des Hotels berücksichtigt werden.

Renovierungen, Umgestaltung und andere Investitionen ausschöpfen

Eine der schwierigsten Aufgaben für Revenue Manager besteht darin, die Preisklasse des Hotels zu bestimmen. Diese Aufgabe ist nicht nur im Rahmen des regulären Revenue Managements – z. B. das Festlegen der günstigsten verfügbaren Tarife und die Verfügbarkeitskontrolle – von enormer Bedeutung, sondern auch und insbesondere im Anschluss an größere Renovierungen, Neugestaltungen und andere Investitionen in das Hotel. Ohne den richtigen Ansatz besteht die Gefahr, dass die Preis- und Verfügbarkeitskontrollen nach Renovierungen das neu geschaffene Potenzial für höhere Einnahmen brach liegen lassen. Um die erwünschte Rendite zu erzielen, muss der GM seine Strategien und Erwartungen mit dem Revenue Manager besprechen. Der Revenue Manager kann das neue Wertangebot dann bei den Preis- und Verfügbarkeitsentscheidungen berücksichtigen und somit das Einnahmepotenzial des neuen Produkt- oder Serviceangebots realisieren.

Gegensteuern bei potenziellen Interessenkonflikten zwischen den Abteilungen

GMs kommunizieren regelmäßig mit den Abteilungen für Vertrieb, Operations, Finanzen und Marketing, um die Zielsetzungen des Unternehmens zu erfüllen. Sie arbeiten auch eng mit dem Team für das Revenue Management zusammen. Da diese Abteilungen in der Regel unabhängig voneinander arbeiten, muss der GM bei potenziellen Interessenkonflikten zeitig gegensteuern, um die Rentabilität zu optimieren. Vielleicht kennen Sie das: Dem Vertriebsteam geht es allein um den Umsatz; alle Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, die Zimmerbelegung des Hotels zu maximieren. Der Abteilung Operations hingegen geht es vor allem um die perfekten Betriebsabläufe für höchste Kundenzufriedenheit. Und das Team für Revenue Management konzentriert sich darauf, die besten Einnahmen zu erzielen. Wie es letztendlich im Hotel abläuft, richtet sich in der Regel danach, welche dieser Ansätze sich – auf Kosten der anderen – durchsetzt. Von einer Gesamtstrategie ist dann oft nichts mehr zu spüren Der GM kann jedoch die Bedeutung des Revenue Managements für alle Hotelteams herausstellen und so dafür sorgen, dass alle Abteilungen eine gemeinsame Zielsetzung verfolgen und die Rentabilität optimieren.

Was gemessen wird, wird auch erledigt

Ein besonders klarer und überzeugender Grund für die Priorisierung des Revenue Managements durch GMs lautet: „Was gemessen wird, wird auch erledigt“. Ein GM, der mit den Strategien für das Revenue Management vertraut ist, klare Ziele steckt und sich aktiv an der Analyse und Entscheidungsfindung beteiligt, fördert die Performance der Revenue Manager und die Rentabilität des gesamten Unternehmens.

Quelle: www.ideas.com