Nach Kaffee to go: Tee to stay

Stilvoll und gewinnbringend: Tee
Stilvoll und gewinnbringend: Tee

Sorten gibt es noch und nöcher:  Aromatisiert, gemischt oder naturbelassen – den Wünschen der Konsumenten sind kaum Grenzen gesetzt. Wie bei der Vielfalt scheiden sich auch bei den Darreichungsformen die Geister.

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Die einen ziehen die lose Form vor, andere schwören auf den guten, bequemen Beutel. Worauf es aber wirklich ankommt, ist der richtige Durchblick, wenn es um die einzelnen Sorten geht.

Hier ein kleiner Leitfaden:

Schwarzer Tee

Die in Europa bekanntesten Sorten gehören der Gruppe der Schwarzen Tees an und sind allesamt nach ihren Anbaugebieten benannt. Assam wird in Nordindien angebaut und ist ein Hochlandtee mit sehr kräftigem Geschmack. Noch herber und kräftiger schmeckt der aus Sri Lanka stammende Ceylon, der in dem weltweit drittgrößten Anbaugebiet beheimatet ist. Ein zarteres Aroma besitzt der Darjeeling, der an den Südhängen des Himalayas wächst. Im Vergleich zu Assam- und Ceylon-Sorten reagiert der Darjeeling recht empfindlich, wenn er mit hartem Wasser zubereitet wird.

Grüner Tee

Bei ihm handelt es sich um keine eigene Sorte, sondern um eine Variante der Herstellung. Hier werden die Blätter nicht fermentiert – daher funktioniert auch die  Zubereitung anders. Ein weiterer Unterschied sind Geschmack, Inhaltsstoffe und Wirkungsweise:  Er schmeckt recht herb und wirkt besonders anregend. Dazu weist er einen hohen Vitamingehalt auf und wirkt beruhigend auf Magen und Darm. Die bekanntesten Sorten heißen Gunpowder und Sencha.

Weißer Tee

Er wird nur kurz anfermentiert, ehe er weiter verarbeitet wird. Der Name rührt von den silbrig-weißen Härchen an der Knospe der Pflanze, die Hauptbestandteil sind. Genau die sorgen für das milde, sanfte Aroma, der dank seines hohen Gehaltes an Antioxidantien das Immunsystem stärkt und – laut Erkenntnissen der traditionellen chinesischen Medizin – den Blutdruck senken soll. Die bekanntesten Weißtees sind Pai Mu Tan (Pfingsrose) und Yin Zhen (Silbernadel).

Roibuschtee

Der Roibusch ist eine afrikanische Pflanze, die zu den Hülsenfrüchten gehört. Demnach zählt Roibuschtee gar nicht wirklich in die Gruppe der Tees. Seit Anfang der 90er Jahre  allerdings ist Roibusch als koffeinfreie Alternative populär geworden und ist naturbelassen oder  in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Roubuschtee wird ausschließlich in Südafrika hergestellt und erhält wichtige Mineralstoffe und Antioxidantien.

Kräutertee

Hagebutte, Kamille, Pfefferminze und Fenchel sind traditionelle Bestandteile, die korrekterweise aber als Aufgussgetränke tituliert werden müssen, da der Begriff „Tee“ den Teepflanzen vorbehalten ist. Ihren Ursprung haben die Kräutergetränke in der Klostermedizin, erlebten aber vor nicht allzu langer Zeit ihr Revival, als alte Rezepturen mit exotischen Ingredienzien aufgepeppt wurden.

Aromatisierte Tees

Es gibt zweierlei Varianten der Aromatisierung: In China werden Grün- und Schwarztees mit getrockneten Kräutern und Blüten so lange angereichert, bis das gewünschte Aroma erreicht wird. Die bekannteste Sorte ist Jasmintee. In Europa werden Schwarz- und Grüntees mit natürlichen Aromen versetzt, um eine bestimmte Geschmacksrichtung zu erzielen. Vanille, Anis, Zimt, Maracuja, Orange und Bergamotte sind die beliebtesten Zugaben beim Aromatisieren. Leider spielt bei vielen Tees die Qualität des Rohstoffes an zweiter Stelle, da viele Hersteller den Tee nur als Geschmacksträger sehen.