„Eine Speisekarte ist nur Papier mit Zahlen und Gerichten drauf.“ Wer das denkt, liegt leider schwer daneben. Wie Gastronomen mit der richtigen Preispsychologie zu deutlich mehr Gewinn kommen, zeigt Roman Kmenta anhand von praktischen Beispielen in unserer neuen Mini-Serie zur Verkaufsförderung.

Green Chefs Partner werden

Mehr Umsatz mit diesen Tipps für die Speisekarte

Ein Gastbeitrag von Roman Kmenta, Unternehmer, Autor und Keynote Speaker

Roman Kmenta berät Unternehmen und Unternehmer zu den Themen Verkaufs- und Marketingstrategien für höhere Preise, Honorare und Deckungsbeiträge. Mit seinen Tricks und Kniffen aus der Preis- bzw. Verkaufspsychologie schaffen Gastronomen es, die Preise in der Speisekarte niedriger wirken zu lassen, obwohl sie gleich bleiben. Dafür sollten sie folgende Tipps beherzigen.

Tipp #7: Richtig teuer, aber es wirkt

Mut zur hochpreisigen Produkten auf der Speisekarte mag auf den ersten Blick paradox wirken, führt aber zu ausgezeichneten Ergebnissen.

Denn selbst wenn das Gläschen Wein um 8,90 Euro nicht oft bestellt wird, gehört es auf die Getränkekarte bzw. Weinkarte (mit Bedacht auf das Gesamtkonzept des Lokals natürlich). Durch diesen hohen Preis wirken Weine um 4,90 Euro oder 3,50 Euro pro Glas nämlich wesentlich günstiger und werden dadurch eher gekauft. Das Gleiche gilt natürlich auch für Speisen auf der Speisekarte.

Tipp #8: Sog erzeugen mit sozialer Bewährtheit

Wir richten uns gern nach anderen. Wenn also andere Gäste schon mit etwas zufrieden waren, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass neue Gäste dies ebenfalls bestellen. Diesen Effekt der Bewährtheit aus der Psychologie sollten Gastronomen nutzen. Diverse Online-Bewertungsplattformen funktionieren sehr gut nach diesem Prinzip, das auch bei der Neugestaltung der Speisekarte oder Weinkarte genutzt werden kann.

„Die Top 10 unserer Speisen“, „Die meisten Gäste wählen …“, „Die beliebtesten Speisen dieses Monats“ … so oder ähnlich rücken Gastronomen gewisse Speisen und Getränke ins Rampenlicht. Diese können auch mittels Farben, Sternen, Rahmen etc. direkt auf der Speisekarte oder Getränkekarte hervorgehoben werden. Auf diese Weise leiten Gastronomen ihre Gäste zu den Produkten, die nicht nur schmecken, sondern auch die größte Spanne garantieren.

Tipp #9: Psychologische Preisgrenzen nutzen

Ob für ein Getränk 3,70 Euro oder 3,90 Euro aufgerufen werden, macht für den Gast kaum einen Unterschied. Der Preis liegt unter 4 Euro. Für den Gastronomen hingegen erhöht sich der Deckungsbeitrag unter Umständen ganz schön – vor allem in Summe mehrerer Gläser. Oder hundert. Das System kann selbstredend für die ganze Speisekarte angewendet werden.

Mit Hilfe dieser Tipps für profitablerer Speisekarten wirken Preise kleiner und die Karte insgesamt hochwertiger.

Weitere Tipps von Roman Kmenta gibt es online auf www.romankmenta.com und in den anderen Teilen dieser Mini-Serie zur Verkaufsförderung.

Teil 1 der Mini-Serie zur Verkaufsförderung

Teil 2 der Mini-Serie zur Verkaufsförderung